Unternehmen / Finanz

Der GAM-Chef muss jetzt liefern

Peter Sanderson kann eigentlich nur Kosten einsparen oder doch noch einen Käufer für den Asset-Manager finden.

Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter sein können. Ende Januar zahlte GAM eine halbe Million Franken an die Börsenbetreiberin SIX. Der Asset-Manager hatte mögliche zukünftige Zahlungen an die Gründungspartner von Cantab – einer Gesellschaft, die er 2016 übernommen hatte – falsch verbucht. Er hätte die Sache anfechten können, akzeptierte aber die Strafe in diesem buchhalterischen Gelehrtendisput. Denn die Probleme des strauchelnden Unternehmens und seines CEO Peter Sanderson sind längst gross genug.

Bereits ist klar, was von GAM am 20. Februar punkto Geschäftszahlen für 2019 zu erwarten ist: nicht viel. Schon Ende Januar teilte die Gesellschaft vorläufig mit, dass sie für 2019 einen operativen Gewinn, ohne Sonderaufwand, von 10 Mio. Fr. verbucht. Erwartet wurden 3 Mio. Fr. Der Grund ist ein höherer performanceabhängiger Ertrag von 12 Mio. Fr., in dem sich die gute Performance der Märkte 2019 über fast alle Anlageklassen hinweg zeigt. Unterm Strich rechnet die Gesellschaft aber wie erwartet mit einer schwarzen Null. Ein Grund zum Jubeln ist das nicht.

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