Märkte / Anleihen

Der Geist der Eurokrise bleibt bislang in der Flasche

Die Risikoaufschläge für die Euroregierungen steigen wieder. Die Finanzierungskosten sind aber weiterhin gering, was die Gefahren für die Staatsanleihenmärkte mindert.

Noch ist unklar, ob sich die EU-Länder auf eine Reform der Fiskalregeln einigen können. Wie nach der Finanzkrise vor fünfzehn Jahren schwebt somit wieder eine Gefahr über den Anleihenmärkten. Die Regierungen könnten ab 2023 durch Kürzungen der Staatsausgaben den Aufschwung abwürgen. Jetzt kommt noch eine Furcht der Anleger dazu: dass eine übereilte Straffung der Geldpolitik die Risiken für die Staatsanleihen erhöht.

Immerhin sind sich die Regierungen im Euroraum derzeit weitgehend einig, dass eine Austeritätskrise wie ab 2011 sich nicht wiederholen darf. Sie wurde damals durch die ausufernden Renditen auf Staatsanleihen der schwächeren Euroländer im Süden und im Westen des Währungsraums ausgelöst. Kürzlich hat sich aber der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz dazu bekannt, dass jetzt keine Austeritätsprogramme auf der Tagesordnung stehen.

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