Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Historische Währungsunionen
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Der Goldstandard und seine Lehren

Vor dem Ersten Weltkrieg sorgte der Goldstandard für Preisstabilität. Nach dem Krieg brach das System zusammen und zwang die Staaten weltweit, ihre Währung abzuwerten.

Völlig unerwartet hat die Krise der Europäischen Währungsunion den Goldstandard ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Von den einen wird er als Alternative zum bestehenden Währungssystem gepriesen, von anderen wird er als veraltete Ordnung zurückgewiesen. Ein Blick auf die Geschichte des Goldstandards ist mehr denn je angebracht.

Dabei muss man zwei Perioden unterscheiden: die vier Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg und die Zwischenkriegszeit. In der früheren Periode, die man auch als Ära des klassischen Goldstandards bezeichnet, funktionierte das System gut. Es kam zwar wiederholt zu Währungs-, Schulden- und Bankenkrisen, aber es war nie existenziell gefährdet. In der späteren Periode hingegen brach der Goldstandard innerhalb von wenigen Jahren zusammen. Die interessanteste Frage ist, wie man Erfolg und Misserfolg desselben Währungssystems erklären kann.

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