Der Durst ist gross in diesen heissen und trockenen Tagen. Doch es muss nicht immer Bier sein, um ihn zu löschen. Im Gegenteil: Die Menschen in der Schweiz bevorzugen Mineralwasser, und zwar möglichst ungesüsst und ohne Aroma. So auf jeden Fall verhielt es sich in den vergangenen Jahren – daran dürfte sich kaum Grundlegendes geändert haben. Seit 2007 ist der Konsum von Mineralwasser in der Schweiz gut 8% auf 977 Mio. Liter pro Jahr gewachsen. Pro Kopf entspricht dies gut 115 Litern. Damit ist das natürliche Mineralwasser hierzulande das beliebteste Getränk überhaupt. Sein Verbrauch ist über den betrachteten Zeitraum erstaunlich stabil geblieben. Der Konsum von Erfrischungsgetränken (aromatisierte Mineralwasser, Fruchtsäfte mit oder ohne Zugabe von Zucker (Zucker 0.1373 3.62%)) hingegen sank seit 2007 insgesamt 3,8% und pro Kopf fast 14%. Der Bierkonsum hat knapp 6% auf gut 462 Mio. l zugenommen, doch pro Kopf ergab sich eine Abnahme von knapp 5% auf 54 l. Die drei Getränkearten haben eines gemeinsam: ein hoher Anteil des Verbrauchs wird mit Importen gedeckt. Im Mineralwasser sind es 42%, in den zwei anderen je rund ein Viertel. Die Exporte fallen kaum ins Gewicht. Die Aussichten der Getränkebranche sind gut. Wenn man den Wetter- und Klimaexperten glauben will, werden sich Hitzesommer häufen. Die Mineralwasser- und Bierproduzenten dürften daran ihre Freude haben.