Unternehmen / Ausland

Der Kampf gegen Amazon hat erst begonnen

Der Onlinehändler erschüttert die amerikanische Retailbranche immer heftiger. Jetzt setzt der Preiskrieg im Netz selbst dem Branchenleader Wal-Mart zu.

Wer sich mit Amazon anlegt, muss mit Verlusten rechnen. Diese Erfahrung bleibt selbst Wal-Mart nicht erspart. Der weltgrösste Einzelhändler hat vergangenes Quartal einen empfindlichen Rückschlag bei Wachstum und Profitabilität erlitten. Sein enttäuschender Leistungsausweis ist ein Zeichen dafür, dass sich der Konkurrenzkampf im US-Retailsektor weiter verschärft.

Es sind keine einfachen Fragen, denen sich Wal-Mart-Chef Doug McMillon diese Woche stellen musste. Der Konzern mit Sitz im Provinznest Bentonville, Arkansas, hatte die Börse bislang mit robustem Wachstum begeistert. 2017 waren die Aktien über 40% vorgeprescht und standen auch zu Jahresbeginn hoch im Kurs. Im Gegensatz zur Branche schien sich Wal-Mart mit Expansionsraten von 50 bis 70% im Internetgeschäft wacker zu schlagen. Noch am Analystentag vom 10. Oktober stellte McMillon für dieses Jahr rund 40% Wachstum im Onlinehandel und stabile Margen in Aussicht.

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