Unternehmen / Ausland

Der Kampf um die Lachse

Die Fischzuchtlizenzen in der kanadischen Provinz British Columbia laufen aus. Die Regierung will sie nicht verlängern und steht zwischen Industrie und First Nations.

Lachsfarmen sind dieser Tage ein emotionales Thema in der kanadischen Provinz British Columbia (BC). Denn die Bundesregierung um Premierminister Justin Trudeau plant, die Fischzucht mit den offenen Netzen ab 2025 abzuschaffen. Die ersten Lizenzen und Pachtverträge für die Lachsfarmen in BC (insgesamt etwa 79) laufen am 30. Juni aus und werden voraussichtlich nicht verlängert.

Viele der Farmen sind wichtige Arbeitgeber, vor allem in abgelegenen, küstennahen Gemeinden, in denen Mitglieder der First Nations wohnen. Gemäss Schätzung der BC Salmon Farmers Association hängen an den Lizenzen etwa 4700 Ar­beitsplätze und 1,2 Mrd. kan. $ Umsatz. Verantwortlich für das Schicksal der Farmen ist die Bundesministerin für Fischerei und Ozeane, Joyce Murray. Sie steht zwischen den Fronten aus Industrie, First Nations, Naturschützern und Provinzregierung, die alle unterschiedliche Interessen verfolgen.

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