Märkte / Rohstoffe

«Der Kampf um die Rohstoffe hat begonnen»

Öl brachte die Wirtschaft in neue Sphären. Doch nach dem Rausch komme langsam der Kater, sagt der Schweizer Historiker, Energie- und Friedensforscher Daniele Ganser im Interview mit «Finanz und Wirtschaft».

Der fossile Energieträger ist der Motor der Globalisierung. Es hat Menschen und Waren eine beispiellose Mobilität ermöglicht und das Wohlergehen der Welt abhängig gemacht von seiner ausreichenden Verfügbarkeit. Doch das Bild wandle sich, meint Daniele Ganser. Die Verbrennung von Öl trage zum Klimawandel bei. Zudem machten sich erste Anzeichen der Verknappung bemerkbar; in Europa habe die Ölförderung den Zenit bereits hinter sich. Der hohe Ölpreis, eine Folge der wackliger gewordenen Balance von Angebot und Nachfrage, laste auf der Wirtschaft. Auch seien schon erste Ressourcenkriege geführt worden, um sich den Zugang zum knapper werdenden Öl zu sichern. Angesichts dieser Entwicklungen fordert Ganser den nachhaltigen Umbau des Energiesystems. Dabei müssten die Förderung von Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien im Vordergrund stehen.

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Leser-Kommentare

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Erika Heinzer 05.04.2013 - 19:04
Überall wo man hinschaut ist Erdöl drin! Ob es Brot oder Fleisch ist, Kunststoffe, Kleider, Sportartikel, Autos, selbst Bahn und Bus, Elektrizität – Alles gibt es nur Dank Öl. Leider ist das den Leuten nicht bewusst und Peak Oil wird von gewissen Kreisen bewusst herabgespielt, damit das Volke nicht verunsichert und der Konsum hoch bleibt. Aber es ist eine Tatsache,… Weiterlesen »