Märkte / Rohstoffe

Der Kampf um Lithium verschärft sich

Das knappe Angebot hat die Preise des strategisch wichtigen Rohstoffs nach oben getrieben. Ohne Lithium läuft in der Elektromobilität nichts.

Die Elektromobilität zählt momentan zu den heissesten Anlagethemen an den Finanzmärkten. Angekurbelt durch den erfolgreichen Börsengang des US-Elektroautobauers Rivian Automotive hat der Sektor, der schon geraume Zeit von Tesla beflügelt wird, weiteren Schwung erhalten.

Die wachsende Relevanz der Elektromobilität zeigt sich nicht nur in den steigenden Aktienkursen der Branchenvertreter, sondern auch in den Absatzzahlen. So führte in Europa mit dem Tesla Model 3 im September erstmals ein Elektroauto die Rangliste der meistverkauften Fahrzeugmodelle an.

Der Siegeszug geschieht dabei vor allem auf Kosten von Diesel. Noch vor der Coronapandemie lag das Verhältnis zwischen Dieselfahrzeugen und Elektro- respektive Plug-in-Hybrid-Vehikeln im europäischen Markt bei rund zehn. Inzwischen hat es sich fast auf Parität verringert.

Rare Rohstoffe

Der globale Boom hat Folgen: Rohstoffe, die in der Elektromobilität eine wichtige Rolle spielen, werden gegenwärtig so stark nachgefragt, dass es zu Versorgungsengpässen kommt und die Preise nach oben schiessen – so etwa bei Lithium, das in Form von Lithiumcarbonat oder Lithiumhydroxid gehandelt wird und inzwischen zu über 70% in Batterien zum Einsatz kommt. Lithium bildet einen zentralen Bestandteil von Lithium-Ionen-Akkus, die sich in Elektroautos dank niedrigem Gewicht und geringem Ladungsverlust als beliebteste Energiespeichertechnologie etabliert haben.

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