Märkte / Makro

Der Konjunktur auf der Spur

Die erste Krisenwelle ist in Form der BIP-Zahlen in der westlichen Welt angekommen. Doch welche hochfrequenten Indikatoren zeichnen ein zeitnahes Bild?

André Kühnlenz und Sylvia Walter

Langsam nimmt der Konjunkturverlauf der grossen Industriestaaten in dieser ungewöhnlichen Krise etwas mehr Konturen an. Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung – das Bruttoinlandprodukt (BIP) – bildet die Lage zwar nur mit starker Verzögerung ab. Doch die Wirtschaftskrise ist in hochfrequenten Daten schon lange angekommen.

Nachdem China den Wachstumsausweis zum ersten Quartal bereits vor einigen Wochen veröffentlichte – und er fiel wie erwartet desaströs aus –, wurden diese Woche die ersten Schätzungen für das Wachstum des BIP der USA und der Eurozone für diesen Zeitraum publiziert. Die staatlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie hinterlassen nun nachweislich tiefe Spuren. Doch dies ist nur ein Vorgeschmack auf das, was den westlichen Ländern noch blühen wird. Denn wurde die tiefste Delle in der Wirtschaftsdynamik in China wohl schon im ersten Quartal erreicht, muss man für die USA und Europa den Kollateralschaden eher im laufenden Quartal ansiedeln. Die vollen Auswirkungen des Lockdown treten daher in den BIP-Zahlen erst noch zutage.  Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.