Märkte / Makro

Der lange Weg zurück in die Normalität

Die US-Notenbank strafft ihre Geldpolitik unbeirrt. Andere Zentralbanken folgen zögerlich, obwohl die Voraussetzungen für höhere Zinsen gegeben wären.

Nach Jahren der Stimulierung finden einige der bedeutendsten Notenbanken der Welt langsam zu einer konventionellen Geldpolitik zurück. Den jüngsten Schritt unternahm die Bank of England, die vorletzte Woche trotz Brexit-Unsicherheit ihren Leitzins auf 0,75% erhöhte. Der Weg in die Normalität wird allerdings kein leichter sein: Nicht nur könnte eine durch höhere Handelshemmnisse begünstigte Wachstumsverlangsamung die Pläne durchkreuzen. Auch dürfte die geldpolitische Divergenz vor allem zu Europa und Japan Volatilität in die Finanzmärkte zurückbringen.

Grundsätzlich sehen die Rahmenbedingungen für eine Rückkehr zur Normalität jedoch vorteilhaft aus. Die globale Konjunktur befindet sich in solider Verfassung. Sowohl der Internationale Währungsfonds als auch die OECD prognostizieren für 2018/19 ein Weltwirtschaftswachstum von knapp 4%, was dem höchsten Niveau seit 2011 entspräche. Diverse Vorlaufindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes (PMI) stellen ebenfalls ein gutes Zeugnis aus – auch wenn das Expansionstempo leicht an Schwung einbüssen dürfte.

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