Unternehmen / Schweiz

Der M&A-Markt wartet auf die Zündung

Übernahmeankündigungen sind ein rares Gut geworden. Doch im zweiten Semester könnte die Erholung einsetzen. Ziele gibt es zuhauf.

Das Geschäft mit Firmenübernahmen und Fusionen steht still. Die weltweiten Transaktionsvolumen lagen im ersten Quartal auf dem niedrigsten Stand seit 2013. Im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten, Afrika (Emea) brachen die Volumen in der Zeit vom 10. März bis zum 24. April gegenüber dem Vorjahr rund 70% ein. Und der Ausblick für das zweite Quartal bleibt düster. Die Preiskorrektur im Februar und im März sowie die mangelnde Visibilität für die künftige Konjunktur machen es Käufern und Verkäufern schier unmöglich, zu fairen Bedingungen zueinanderzufinden.

Investmentbanker, Berater und Anwälte blicken derzeit gebannt in Richtung zweite Jahreshälfte. Denn die Chance auf einen raschen Rebound ist intakt. «Geht die Erholung an den Märkten im zweiten Semester weiter, dürfte das rasch zu einer gewissen Erholung des M&A-Marktes führen», sagt Christian Gattiker, Leiter Research von Julius Bär. «Der Markt läuft traditionell aber erst mit etwas Verzögerung zu den Börsen wieder richtig warm.» Bis es so weit ist, sorgen von langer Hand geplante Geschäfte für Volumen. Ob der Verkauf der Tochter von Swiss Re ReAssure, Nestlés Charcuterie-Marke Herta oder die Akquisition von The Medicines durch Novartis: Allesamt 2019 angekündigt, harren die Deals nur noch ihres Abschlusses.

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