Märkte / Makro

Der mysteriöse Anstieg der Fed-Bilanz

Die Bilanz der US-Notenbank wird wieder länger. Doch ob das eine Lockerung der Geldpolitik darstellt, ist umstritten.

Die Notenbanken machen kehrt. Priorität hat wieder die Stimulierung der Konjunktur und der Inflationsdynamik. Die geldpolitische Normalisierung muss warten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im September den Einlagensatz gesenkt, im November startet ein neues Anleihenkaufprogramm. Die US-Notenbank Fed hat dieses Jahr die Leitzinsen zwei Mal gekappt und den Bilanzrückbau eingestellt. Seit Juli reinvestiert sie alle fälligen Anleihen, um den Wertpapierbestand auf den Büchern konstant zu halten. Doch von einer quantitativen Lockerung (Quantitative Easing) durch Anleihenkäufe wie in Frankfurt war bisher nicht die Rede. Deshalb erstaunt es umso mehr, dass die Fed-Bilanz in den vergangenen Wochen stark gestiegen ist. Kauft die US-Notenbank etwa klammheimlich wieder Wertpapiere, um die Konjunktur zu stützen?

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