Bei Volkswagen sind fast alle Anstrengungen auf die Elektromobilität ausgerichtet. Da darf man sich eigentlich nicht wundern, dass sich die achte Generation des VW Golf nicht ganz so gut verkauft wie ­erwartet. Nun bringt der Golf aber mit ­jedem verkauften Exemplar immer noch gutes Geld in die Kasse. Das dürfte auch mit ein Grund sein, weshalb der Wolfs­burger Autobauer in rascher Folge so viele Varianten der erfolgreichen Golf-Reihe auf den Markt bringt: diverse Hybride und ein Clubsport-Modell. Das jüngste Baby ist jedoch der VW Golf R.

Der Golf R ist seit bald zwei Jahrzehnten der böse Wolf unter den VW Golf. Früher war er mit sechs Zylindern und 3,2 Liter Hubraum ausgestattet. Heute sieht das ganz anders aus. Er fährt mit dem bekannten 2,0-Liter-TSI, der in der jüngsten Version über 320 Pferdestärke (PS) und 420 Newtonmeter (Nm) verfügt. Damit ist der neue R der stärkste Serien-Golf aller Zeiten. Auch die weiteren Zahlen sind rekordverdächtig. In 4,7 Sekunden erreicht das Fahrzeug die 100-km/h-Marke, und mit dem optionalen R-Performance-Paket wird es bis zu 270km/h schnell. In diesem Paket sind ein auch grösserer Dachspoiler, 19-Zoll-Felgen und zwei spezielle Fahrprogramme inbegriffen, einmal Special mit einer weichen Dämpferabstimmung, die besonders gut auf die Nordschleife abgestimmt ist, dazu ein Driftmodus.

Der schnellste Golf kann mit diesen neuen Möglichkeiten die Kraft jetzt nicht nur variabel von vorne nach hinten verteilen, sondern erstmals auch quer. Dieses System sorgt für deutlich gesteigerten Fahrspass. Optisch ist der VW Golf R dank grösserer Lufteinlässe  gut zu unterscheiden. Weitere Fragen, etwa wann die Markteinführung folgt oder wie teuer das Fahrzeug sein wird, sind noch offen.