Märkte / Rohstoffe

Der Ölpreis bleibt hoch – auch ohne Hurrikane

Hurrikan «Ida» führt wohl nicht zu langfristigen Produktionsausfällen. Die Opec hält an ihrer Fördererhöhung fest.

Am Wochenende war Hurrikan «Ida» im Golf von Mexiko als einer der schwersten Wirbelstürme aller Zeiten klassifiziert worden – der Schaden hätte immens sein können. Da im Golf viel Öl und Gas gefördert wird, stieg der Ölpreis vergangene Woche gut 11%. Zeitweise notierte der Oktober-Terminkontrakt für die Nordseesorte Brent, die sich parallel zur Sorte WTI (West Texas Intermediate) bewegt, so hoch wie seit vier Wochen nicht mehr.

Offshore-Plattformen wurden geräumt, die Ölförderung im Golf von Mexiko von 1,7 Mio. Fass pro Tag war zum allergrössten Teil unterbrochen. Während sich der Hurrikan am Montag in Richtung Land bewegte, schwächte er sich jedoch erheblich ab. Grosse Schäden sind wohl ausgeblieben, die Förderung sollte schnell wieder anlaufen. Der aktuell aktiv gehandelte Novemberkontrakt auf Brent-Öl kostete am Dienstag mit 71.65 $ je Fass rund 1,3% weniger als am Hochpunkt am Montag.

Raffinerien ausgefallen

Den Ölmarkt scheint vorerst wenig zu beeindrucken, dass Raffinerien im US-Bundesstaat Louisiana infolge des Hurrikans ausgefallen sind oder nur eingeschränkt arbeiten. Denn dort wurde das Stromnetz beschädigt. Gut 1,9 Mio. Fass Öl pro Tag können so nicht verarbeitet werden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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