Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 21. Juli 2021

Die Themen: hartnäckige Deltavariante, Traumhochzeit von Ermotti und Zegna, schwierige Zeiten für Polyphor, eine neue Bank und die Zukunft von Raiffeisen.

«Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.»
Henry Ford
amerikanischer Erfinder (1863–1947)

Liebe Investorin, lieber Investor

Die Finanzmärkte sind unruhig in die Woche gestartet. Delta heisst das Stichwort. Jetzt wachsen Bedenken, ob Länder wie Grossbritannien, die Niederlande oder Spanien die Ausbreitung der Deltavariante ohne neue Einschränkungen in den Griff bekommen. Immerhin können die Briten, mit der weltweit dritthöchsten 7-Tage-Inzidenz von 470 pro 100’000 Einwohner, auf einen milden Verlauf verweisen: Die Einweisungen auf die Intensivstation liegen derzeit wie in Frankreich bei gut 14% dessen, was bisher als Rekord gemessen wurde. Viele Politiker machen klar, dass genau solche Zahlen jetzt aber zur wichtigsten Schmerzgrenze für neue Einschränkungen des Wirtschaftslebens werden.

Delta beunruhigt

Vorerst sollten daher vor allem die Dienstleister weiterhin von besseren Geschäften berichten, auch weil sie weniger unter Lieferengpässen leiden als die Industrie. Dennoch hinterlässt die britische Öffnungsstrategie bei mir Bauchschmerzen: Neue Mutationen können weltweit die Pandemie immer wieder gefährlich anfachen. Was bedeutet die Deltavariante für die Börse? Sagen Sie es mir hier:

FuW-Umfrage

Lohnt es sich jetzt, Gold zu kaufen?

Dressman Ermotti

Nun hat auch Sergio Ermotti seine Spac-Trophäe. Die Fusion des italienischen Edelschneiders Ermenegildo Zegna mit der kotierten Unternehmenshülle Investindustrial, die der ehemalige UBS-CEO präsidiert, ist ein Coup. Wenn ich mir die Präsentation einer involvierten Investmentbank anschaue, sticht vor allem die Bewertung hervor. Zegna ist mit einem Unternehmenswert zu Ebit von 18 deutlich günstiger als die Konkurrenz von LVMH (24), Prada (37) oder Brunello Cucinelli (45). Klar, klassische Herrenanzüge sind in Zeiten von Home Office nicht mehr der grosse Renner. Auch die Profitabilität ist tiefer als bei anderen Luxuskonzernen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?