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Der Praktikus vom 2. Juli 2022

Die Themen: die Schauspielerei von China und Russland, was Implenia aufbaut, wie Credit Suisse Kunden besänftigt, ein IPO auf den letzten Drücker, was Haefner im Schilde führt sowie Hochdorfs Toblerone-Effekt.

«Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.»
Groucho Marx
amerik. Schauspieler (1890–1977)

Liebe Investorin, lieber Investor

Das chinesische Regime mogelt sich gerade wieder sehr geschickt durch die internationale Diplomatie, das muss man ihm lassen. Eigentlich möchten die chinesischen Machthaber den russischen Präsidenten keinesfalls verärgern. Ihnen sei daran gelegen, normale Handelsbeziehungen mit Russland aufrechtzuerhalten, hiess es aus Peking zu Kriegsbeginn. Deshalb schlossen sie sich auch nicht den Sanktionen an.

Doch die Exportstatistiken sprechen eine andere Sprache, wie eine US-Denkfabrik gerade veröffentlicht hat. Seit Februar sind Chinas Exporte nach Russland um nahezu 40% zurückgegangen, die Ausfuhren der sanktionierenden Länder um 60%. Dabei erklären die Ausfuhren multinationaler Unternehmen mit Niederlassungen in China nur einen kleineren Teil des Rückgangs. Auch die Folgen des Lockdowns sind nicht der Hauptgrund. Die Zahlen sagen also, das China Russland doch sanktioniert.

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