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Der Praktikus vom 1. Januar 2022

Die Themen: was Novartis zu schaffen macht, warum Biogen ein Übernahmekandidat ist, wie Apple, Meta & Co. um Talente kämpfen und wo die Schweiz mit ihrem Börsenwert steht.

«Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschliessen, einmal daraus zu erwachen.»
Josephine Baker
amerik.-franz. Künstlerin (1906-1975)

Liebe Investorin, lieber Investor

Novartis-CEO Vas Narasimhan werde gehen müssen, wenn der Aktienkurs in den nächsten Monaten weiterhin anderen grossen Pharmatiteln hinterherhinke. Das schreibt die «NZZ am Sonntag» gestützt auf fast ein Dutzend Gespräche mit (ehemaligen) Insidern und Beobachtern. Dieses Jahr liegen Roche 22% im Plus, Novartis 4% im Minus. Noch Mitte Monat war das Minus des kleineren Pharmariesen aus Basel mehr als doppelt so gross. Dann hauchte die Ankündigung eines 15 Mrd. $ schweren Aktienrückkaufprogramms den Novartis-Papieren etwas Leben ein.

Es wundert mich nicht, dass die Luft für CEO Narasimhan dünner wird. Nachdem der jugendlich wirkende US-Amerikaner vor vier Jahren das Zepter übernommen und die Abspaltung der Augenheilsparte Alcon sowie Zukäufe im Bereich zukunftsträchtiger Technologien angekündigt hatte, ging es aufwärts.

Novartis mit angezogener Handbremse

Dann kam die Pandemie, und seither harzt es. Nicht nur, weil Novartis weder eigene Coronaimpfstoffe noch -medikamente anbieten oder akquirieren konnte. Sondern auch, weil die zuvor zugekauften vermeintlichen Wundermittel wie die Zelltherapie Kymriah gegen Blutkrebs oder die Gentherapie Zolgensma gegen den Muskelschwund SMA sich weniger gut verkauften und weniger überzeugende Studiendaten lieferten als erhofft.

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