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Der Praktikus vom 1. Dezember 2018

Die Themen: italienische Schuldner spüren den Budgetstreit, bei Ceva dauert es, Schindler bekommt Konkurrenz, Zur Rose hat sich verspekuliert, Kudelski meiden, und Messe Schweiz soll liefern.

«Was man kauft, bekommt man billiger als ein Geschenk.»
Miguel de Cervantes Saavedra
span. Schriftsteller (1547-1616)

Lieber Investor

Mit grösster Besorgnis verfolge ich das politische Duell zwischen Italien und der EU. Denn je länger der Streit über das Budget anhält, desto länger bleiben die Renditen auf den italienischen Staatsanleihen auf hohem Niveau. Wenn das der Fall ist, dann spüren das auch italienische Schuldner, die am Markt Geld aufnehmen. Die Notenbanker sprechen in diesem Fall von schlechteren Kreditkonditionen. Jedenfalls wollte UniCredit Geld aufnehmen und hat das auch geschafft. Aber die 3 Mrd. € für eine nachrangige Anleihe kosten die Bank 7,8% pro Jahr über die nächsten fünf Jahre. Gekauft hat offenbar nur ein Anleger. Gemäss «Financial Times» soll es der Fondsmanager Pimco gewesen sein. UniCredit hatte im Frühjahr eine ähnliche Anleihe ausgegeben und musste damals nur 1% pro Jahr bezahlen. Sicher, italienische Banken verdienen einen Risikoaufschlag. Aber eine derartige Entwicklung für alle Schuldner kann wirklich nicht im Interesse der Volkswirtschaft Italiens sein.

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