Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 1. Mai 2018

Die Themen: wenig begeisternde Berichtssaison, Schindler bleibt top, ein deplatziertes Werbeplakat, Verspätungen ohne Ende und die SNB-Aktien auf Talfahrt.

«Das Kapital ist verstorbne Arbeit, die sich nur vampirmässig belebt durch Einsaugung lebendiger Arbeit und umso mehr lebt, je mehr sie davon einsaugt.»
Karl Marx
Philosoph und Ökonom (1818–1883)

Lieber Investor

Was ist bloss mit den Aktienmärkten los? In der laufenden Berichtssaison zum ersten Quartal haben die Unternehmen in den Industrieländern grösstenteils solide Ergebnisse vorgelegt – so auch in der Schweiz. Und doch sind die Anleger nicht begeistert. Ganz überrascht bin ich von der lauwarmen Reaktion nicht. Lange Jahre war meist das gegenteilige Bild zu erkennen – mittelmässige Konzernzahlen, die von den Investoren dennoch mit steigenden Kursen honoriert wurden.

Einen Grund für die schwache Kursreaktion sehe ich – gerade in den USA – in den üppigen Erwartungen. Vor kurzem ist mir hierzu eine Studie in die Hände gefallen, die mir zu denken gibt: Laut BCA Research geht die Analystengilde aktuell davon aus, dass die S&P-500-Gesellschaften über die nächsten fünf Jahre den Gewinn pro Aktie über 15% p. a. steigern, was doch einer äusserst sportlichen Prognose entspricht. Letztes Mal waren die Erwartungen an das Profitwachstum 1998 so hoch, als sich die Dotcom-Blase aufzublähen begann. Und wo dies geendet hat, dürfte vielen Anlegern noch schmerzlich bewusst sein.

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