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Der Praktikus vom 10. Juli 2021

Die Themen: Logitech gekürt, Sonovas Oligopol-Risiken, die einsame SNB, Meyer Burgers Publikumsnöte, Wise zeigt's den etablierten Riesen, und der Fingerzeig der Hypi Lenzburg.

«Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.»
Samuel Beckett
irischer Schriftsteller (1906–1989)

Liebe Investorin, lieber Investor

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Aktien von Logitech in den SMI aufgenommen werden. Mit fast 20 Mrd. Fr. Börsenwert ist die kleine PC-Maus-Firma zu einem globalen Konzern herangewachsen – zuletzt auch dank der Pandemie. Aktionäre konnten mit Logitech bislang fast nur Geld verdienen, die Papiere haben sich in den letzten vier Jahren im Wert mehr als verdreifacht.

Ein Boom wie während Corona wird sich nicht wiederholen. Mittlerweile sind die Titel auch in vielen Aktienfonds gut vertreten. Mit dem SMI-Aufstieg per September sind Logitech nun definitiv ein reifes Investment geworden und mit einem KGV von 42 für 2022 nicht günstig. Satte Kursschübe wie in den letzten Monaten erwarte ich keine mehr – ein Grund, mich von meinem gesamten Logitech-Bestand zu trennen, ist das aber nicht. Verdrängt haben Logitech die Aktien von Swatch Group. Auch wenn dies kein Beinbruch ist, mit Blick auf die vergangenen zwanzig Jahre SMI ist Swatch Group doch eher enttäuschend.

Sonovas Risiken

Freitagmittag haben die Aktien von Sonova innerhalb weniger Minuten mehr als 6% nachgegeben. Fast 1,5 Mrd. Fr. Börsenwert hatten sich in Luft aufgelöst. Ähnlich erging es den Aktien der dänischen Konkurrenten Demant und GN Store Nord. US-Präsident Joe Biden hatte per Dekret erklärt, «Monopolrenten» in gewissen Industriesektoren den Kampf ansagen zu wollen. Dazu zählen die Hörgerätehersteller. Die fünf grössten Anbieter kontrollieren mehr als die Hälfte des Markts.

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