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Der Praktikus vom 10. Oktober 2020

Die Themen: Gottstein und der Zauberer, Buchers Marathonleistung, Givaudans Retorte-Aussagen und SoftwareOne ohne Curti.

«Wer nicht weiss, dass er eine Maske trägt, trägt sie am vollkommensten.»
Theodor Fontane
dt. Schriftsteller (1819–1898)

Lieber Investor, 

Anleger sollten sich davor hüten, die US- Tech-Riesen als zu teuer abzustempeln. Wir sind beileibe nicht in einer Dotcom-Blase, denn die Unternehmensgewinne sind stark und wachsen weiter. Aber das heisst nicht, dass die Kurse auf immer steigen werden. Es gibt nämlich ein ­politisches Risiko. Es ist gut möglich, dass bei der Wahl nächsten Monat die Demokraten die Mehrheit in beiden Kongresskammern erringen und dann die Regulierungskeule schwingen wollen.

Diese Woche haben die Demokraten im Repräsentantenhaus klargemacht, was sie vorhaben. In einem Bericht wurde festgestellt, dass Facebook, Google, Apple und Amazon ihre dominante Marktstellung ausnutzen. Beispielsweise wird Google vorgeworfen, als dominante Suchmaschine spezialisierten Anbietern – wie Hotelbuchungsplattformen oder Restaurantführern – das Wasser abzu­graben. Die Abgeordneten fordern, mit Gesetzen neue Möglichkeiten zu schaffen, die Tech-Riesen aufzuspalten und ­ihnen Akquisitionen zu verbieten. Noch ist nichts beschlossen. Vielleicht ist die Lobby von Google und Co. in Washington stark genug, das zu verhindern. Aber klar ist, dass der Tech-Sektor – der fast ein Viertel des US-Aktienmarktes ausmacht – attraktiv, aber nicht risikofrei ist. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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