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Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 11. Januar 2017

«Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – null.»
Voltaire (François-Marie Arouet)
franz. Philosoph und Schriftsteller (1694–1778)
Die Themen: eine rauschende Party, ein staatlicher Hemmschuh bei Swisscom, Turbulenzen bei Ascom, der Überflieger Hochdorf und Verbesserungen bei Valora.

Lieber Investor

Alles dreht sich um Wahrnehmung. Vor einem Jahr noch starteten wir alle unbeschwert ins 2016 und wurden dann mit einem Ausverkauf unter dem Stichwort «China» konfrontiert. Was war passiert? Die chinesischen Aktienmärkte brachen ein, die Kapitalabflüsse aus der Volksrepublik waren gewaltig, und der Yuan stand vor einer weiteren Abwertung, was Deflationsängste auslöste. Die negative Stimmung liess den SMI um 15% einbrechen. Warum? Weil das Risiko China als neu empfunden wurde.

Ein Jahr später sind die Märkte in Hochstimmung. In der Wahrnehmung vieler Anleger gibt es kaum Probleme, die Wirtschaftspolitik von Donald Trump wird es schon richten. Zwar sprechen alle von den politischen Risiken, etwa den Wahlen in mehreren Ländern Europas. Aber letztlich werden diese Ereignisse erwartet. Nach dem Sieg von Trump scheint es sogar, als würden die Märkte nicht einmal auf einen Sieg von Marine Le Pen in Frankreich gross reagieren. Denn das Risiko ist erkannt, und darum scheint auch die Gefahr gebannt. Es geht eben einzig um die Wahrnehmung. Im Moment stehen die Ampeln auf Grün. Ich allerdings misstraue dieser sorglosen Stimmung. Es ist wie bei einer rauschenden Party. Irgendwann kippt die Stimmung. Und das passiert meistens, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht.

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