Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 12. Februar 2020

Die Themen: der letzte Auftritt von Thiam, das Sesselkleber-Risiko bei Nestlé, der Berg voller Arbeit für AMS, die frustrierte Lem-Aktionäre und der Wandel bei den Rückversicherern.

«Die einzigen Gipfelgespräche, die wirklich einen Sinn haben, sind die der Alpinisten.»
Luis Trenker
Südtiroler Alpinist und Schauspieler (1892-1990)

Lieber Investor,

Am Donnerstag darf Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam ein letztes Mal die Jahreszahlen präsentieren, dann muss er abtreten. Der Neue ist Thomas Gottstein, und somit führt nach über einem Jahrzehnt wieder ein Schweizer die zweitgrösste Bank des Landes. Ob Schweizer oder nicht, eine eidgenössische Tugend würde ich mir wünschen: Bescheidenheit – und zwar beim Lohn.

«Spygate» hin oder her, Thiam hat sich mit der Sanierung um CS verdient gemacht. Aber muss man ihm für vier Jahre Arbeit über 60 Mio. Fr. zahlen? Sicher nicht! Welche gottgleichen Leistungen soll er bitteschön erbracht haben. Das Gleiche bei seinem Vorgänger: Brady Dougan bekam für acht Jahre rund 150 Mio. Fr. Das sind absurde Zahlen – zumal CS bis heute nicht die Fabelziele erreicht hat, die Thiam einst versprochen hatte. Will CS den grössten Reputationsschaden der jüngsten Geschichte beheben, könnte der neue CEO vielleicht mit einem menschlicheren Salär anfangen.

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