Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 13. Dezember 2017

Die Themen: Die Konzentration der Bitcoin-Wallets, die Schweiz als Biotech-Hotspot, das doppelte Problem von Alpiq und das Kartenhaus HNA.

«Ich fand schon immer, dass ein geschenkter Diamant viel schöner strahlt als ein selbst gekaufter.»
Mae West
amerik. Schauspielerin (1893–1980)

Lieber Investor

«Bitcoin über 10 000 $», «Bitcoin über 17 000 $», so lauten die Schlagzeilen – und es ist gut möglich, dass der Preis für die sogenannte Kryptowährung noch viel weiter nach oben geht.

Das ist keine Prognose, sicher nicht. Ich masse mir nicht an, den Kursverlauf eines Guts zu kennen, dass keinen nachvollziehbaren Wert hat. Aber wenn ich mir den typischen Verlauf von Spekulationsblasen so anschaue, dann sind wir mitten in der markanten Aufwärtsbewegung, die vor dem Kollaps kommt. Getragen wird sie unter anderem von der breiten Medienberichterstattung, wie zuletzt über den Beginn des Handels mit Futures  auf Bitcoin an der Chicagoer Derivatbörse CBOE. Gut möglich dass die Euphorie noch etwas anhält. Spätestens wenn bei mir oder Ihnen ein Bitcoin-Wallet unterm Weihnachtsbaum liegt, kann behaupten, dass die Faszination Bitcoin die Masse erfasst hat.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Luzius Meisser 13.12.2017 - 11:14

Wenn bei einer Firma die grössten 1700 Aktionäre zusammen 38% besitzen, gilt das als sehr breit gestreut. Und bei Bitcoin soll die gleiche Verteilung eine starke Vermögenskonzentration darstellen? Die grössten Wallets gehören übrigens den Bitcoin-Börsen, die darin die gesammelten Guthaben ihrer Kunden lagern. Diese gehören also oft nicht einem einzelnen Investor.

Albert Waser 13.12.2017 - 16:56
Hierbei denke ich, dass es noch wichtiger wäre den Umstand mit einzubeziehen, dass wir bei Bitcoin von einer Währung (?) und keinem Wertpapier sprechen. Ausserdem sind wohl kaum Pensionskassen, Substanzinvestoren oder Kernaktionäre involviert, welche wie bei einer Aktie eine Value- anstatt Momentum-Strategien verfolgen und auf langfristiges, kontinuierliches Wachstum und eine positive Unternehmensentwicklung aus sind – sondern rein spekulativ denken und… Weiterlesen »