Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 13. Januar 2021

Die Themen: positive Rendite wird zur Mangelware, Finanzmarktblase, MCH-Chef kurz vor Abgang, ein Auge auf Bayer und billige Corona-Ausreden.

«Die einzigen Gipfel­gespräche, die wirklich einen Sinn haben, sind die der Alpinisten»
Reinhold Messner
Südtirol. Bergsteiger und Autor (geb. 1944)

Lieber Investor, 

Selbst hartgesottene Bondmanager wenden sich ernüchtert von ihrer Anlageklasse ab. Positive Rendite wird zur Mangelware, eine Risikokompensation fehlt. Dass viele Staatsobligationen in der ­industrialisierten Welt mit negativer Nominalrendite ausgestattet sind und die Anleger für das Privileg bezahlen, den ­Regierungen Geld zu leihen, daran hat man sich fast schon gewöhnt. Doch in zunehmendem Mass trifft dies auch auf Unternehmensanleihen zu. Selbst ver­einzelte Ramschpapiere werfen keinen positiven Zins mehr ab.

Aktuell werden 55% der Euroanleihen von Unternehmen mit Anlagequalität ­negativ verzinst. Das ist einsamer Rekord. Noch im vergangenen Frühling, als im Zuge der Pandemie die Risikoprämien stiegen, war der Anteil null. Für Anleger ist das verheerend, denn so muss man sich auf der Risikoskala weit nach oben bewegen, um noch eine Risikoprämie zu sehen. Ohne wiederkehrenden Ertrag ­haben die Bonds den Charakter von ­Aktien, und so muss man sie auch behandeln. Bei der Investition wird rein auf eine Kurssteigerung spekuliert. Diese gibt es aber nur bei weiter fallenden Zinsen. Eine gewagte Wette. Und wie halten Sie es mit den Anleihen? Haben Sie sich von Bonds verabschiedet, oder steigern Sie den Anteil im Depot? Sagen Sie es mir hier.» Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Peter W. Ulli 13.01.2021 - 07:00

Wenn ich auf obigen Link zur neuen Umfrage klicke, komme ich nicht zu ihrer neuen Umfrage sondern zur Auswertung der Umfrage ” Aktionärsfragen an virtuellen G.V. s “