Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 13. Juni 2018

Die Themen: das hässliche Ende des Sika-Streits, wieder ein Börsengang, was ist los bei Oerlikon Drive, klare Worte des ABB-CEO, der Bären Angst vor Collardi und ein möglicher Mega-Deal mit Zurich.

«Viele Leute in der Welt werden dies für eine Art Fantasie halten, aus einem Science- Fiction-Film.»
Kim Jong un
Nordkoreas Machthaber (*1984)

Lieber Investor

Endlich klare Verhältnisse. Nach der ausserordentlichen Generalversammlung von Sika am Montag ist das Unternehmen endlich den leidigen Aktionärsstreit los. Und es hat weder eine Opting-out-Klausel noch eine Vinkulierung. Gut so. «One Share, One Vote», ganz getreu meinem Motto.

Der dreieinhalbjährige Streit zwischen dem Sika-VR und der Familie Burkard war hässlich, und die Publikumsaktionäre mussten am Schluss die Kröte schlucken: eine exorbitante Übernahmeprämie von 60% zum Kurs vom 4. Mai an die Familie – zulasten der freien Aktionäre –, damit Sika sich endlich der Fesseln der Vergangenheit entledigen kann. Der Ursprung des Streits liegt in den unsäglichen Stimmrechtsaktien. Mit wenig Geld viel Kontrolle ausüben, das kann nicht gutgehen. Ich habe nichts dagegen, wenn Familienaktionäre an ihrem Unternehmen beteiligt sind und Einfluss ausüben. Aber die Stimmkraft muss dem Kapitaleinsatz entsprechen.

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Leser-Kommentare

Alex Clausen 15.06.2018 - 17:05

Sehr geehrter Herr Praktikus

Könnten sie mal Dormakaba durchleuchten. Die Aktie fällt seit Mai fast jeden Tag mehr als der Index und es gibt keine Meldungen.
Vielen Dank.