Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 14. April 2017

Die Themen: die Zuteilung der Santé-Aktien, der Zusammenschluss der BSI, Zweifel an Airesis und die Auseinandersetzung um die Stimmenmehrheit an Sika.

«Dreierlei Menschen haben kein Geld: die Verschwender, die Armen und die Geizigen.»
Peter Altenberg
österr. Schriftsteller (1859–1919)

Lieber Investor

Ich bin schon lange im Geschäft, das Geschehen an den Börsen zu beobachten. Und selten habe ich eine Publikumsöffnung gesehen, die derart viel böses Blut geschaffen hat wie der Fall Galenica Santé. Das ist jammerschade, denn wie ich an dieser Stelle mehrfach geschrieben habe, ist die Apotheken-Grosshandelssparte der Gesundheitsgruppe Galenica eine Bereicherung für das Schweizer Börsentableau: Galenica Santé hat ein robustes Geschäftsmodell und wird eine hübsche Dividende bezahlen.

Böses Blut mit Santé

Bei der Zuteilung der Aktien kam es aber offenbar zu groben Verfehlungen. Erstens – auch das habe ich schon geschrieben – ist mir unverständlich, weshalb die alten Galenica-Aktionäre kein Bezugsrecht für «ihre» Santé-Division erhalten haben. Zweitens haben die federführenden Banken UBS, Credit Suisse und Citigroup in der Zuteilung mehr als unschön gespielt. Wie ich von Marktteilnehmern höre, sollen die besten 25 Kunden der Lead-Banken 80% der gesamten Platzierung erhalten haben. Diverse gestandene Schweizer Fondsmanager, die über Junior-Syndikatsbanken wie ZKB Aktien gezeichnet hatten, gingen völlig leer aus. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?