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Der Praktikus vom 14. Dezember 2019

Die Themen: Transaktionssteuer, Bär und EFG, Kurssprung für Medacta und LM Group und der grüne Deal.

«Strenge Moral vernichtet die Kraft des Geistes.»
Marquis de Vauvenargues
franz. Schriftsteller (1715–1747)

Lieber Investor

Seit acht Jahren schon streiten die EU-Mitgliedstaaten über die Einführung einer gemeinsamen Finanztransaktionssteuer. Jetzt ist der deutsche Finanzminister Olaf Scholz vorgeprescht und hat diese Woche mitgeteilt, Aktientransaktionen mit einer Steuer in Höhe von 0,2% des Geschäftswerts belasten zu wollen.

Gegensteuer gegen Steuer

Anscheinend sollen insgesamt zehn Länder in Europa mitmachen. Dies schlug in Deutschland sofort hohe Wellen. Neben der Belastung durch Negativzinsen sollen Kleinsparer jetzt also noch bei Aktienkäufen zur Kasse gebeten werden. Mir schwant Böses. Vor allem ein Aspekt gibt mir zu denken: Die Einnahmen aus dieser Steuer sollen auf alle teilnehmenden Länder verteilt werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Begehrlichkeiten im Hinblick auf den brummenden Finanzmarkt Schweiz geweckt werden.

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Leser-Kommentare

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Markus Lippe-Haberthür 14.12.2019 - 10:18

Ist die Finanztransaktionssteuer der EU nicht vielmehr gegen den Hochfrequenzhandel gerichtet?

Dirk Meyer 15.12.2019 - 21:47

Das sollte sie eigentlich sein. Nur: Das Gegenteil ist der Fall. Wer für die Altersvorsorge spart, muss die Finanztransaktionssteuer zahle, wer volkswirtschaftlich nutzlosen Hochfrequenzhandel betreibt, ist davon nicht beroffen. Einfach nur absurd!