Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 14. Februar 2018

Die Themen: die Aktienquote der Pensionskassen, der Showman Hariolf Kottmann, DKSH-Vergütungen, die Ränke um SHL und das Geheimnis um Swisscanto.

«Dysfunktionale Mehrheiten bilden heute das Hauptproblem der Politik.»
Peter Sloterdijk
deutscher Philosoph (geb. 1947)

Lieber Investor

Eigentlich ist es ja schon krass. Da gibt es einen Käufer im Land, der Risiko nehmen kann, weil er langfristige Verpflichtungen hat. Und was tut er? Er kauft Bonds. Nun, es ist nicht nur ein Käufer, es sind Hunderte, und es sind unsere Pensionskassen. Weshalb ich mich so aufrege? Ich habe null Einfluss auf meine Pensionskasse, und deshalb kann ich auch die Allokation meiner Gelder nicht bestimmen.

Und so muss ich zuschauen, wie wir mit unseren Kassen ins Verderben laufen. Gemäss der jüngsten UBS-Pensionskassenauswertung sind die Pensionskassen derzeit zu 44% in Zinsanlagen investiert und nur zu 30% in Aktien (50% sind erlaubt). Weil die Pensionskassen also zu wenig in Aktien investiert waren, haben sie am Aktienboom der letzten Jahre viel zu wenig partizipiert. Sie haben uns Gewinne vorenthalten, die dringend nötig gewesen wären. Weil sie Bonds bevorzugt haben, haben sie auch noch solche gekauft, die null oder gar negativ verzinst waren. Wenn die Zinsen steigen, wer trägt dann wohl die Kursverluste?

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Leser-Kommentare

Herbert Gantenbein 14.02.2018 - 10:30
Lieber Praktikus, heute wieder eine ganz starke Nummer von Ihnen ; BRAVO!! das mit den Pensionskassen musste mal endlich wieder gesagt werden und Auch mein Blut ist schon längst in Wallung !! In ihrer Umfrage haben sie es gesehen, 59% der Investoren glauben eher an eine Kaufgelegenheit und kaufen zu… ich bin mir fast sicher, dass die Pensionskassen wieder einmal… Weiterlesen »