Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 14. Juli 2018

Die Themen: die Sesselkleber in den Verwaltungsräten, das Warten auf die Sulzer-Aktien, wenig Transparenz bei Blackstone, der clevere Clozel, Vontobel gegen alle, und gespannt auf Leonteq.

«Liberté. Egalité. Fraternité.»
Maximilien Robespierre (1758-1794)
Franz. Politiker und Revolutionär

Lieber Investor

Gerontoclub, Seniorentreff oder Dinosauriermeeting: Das alles trifft auf einzelne Verwaltungsräte in der Schweiz zu. Und das alles ist möglich, weil viele Unternehmen in ihre Statuten keine Altersgrenze für Verwaltungsräte reinschreiben und auch keine Amtszeitbeschränkung. So kommt es, dass Thomas Stähelin seit vierzig Jahren im Verwaltungsrat des Logistikers Kühne + Nagel sitzt. Meine Güte, das ist ein halbes Leben. Allerdings ist der Patron, Klaus-Michael Kühne, noch drei Jahre länger dabei.

Erstaunlich viele Verwaltungsräte sitzen zwanzig Jahre und mehr im obersten Führungsgremium. Bei Familienvertretern, die gemessen am Kapital die Mehrheit am Unternehmen besitzen, kann ich das ja noch halbwegs nachvollziehen, aber sonst? Nach zwanzig Jahren beim selben Unternehmen ist man doch längst Verwalter, aber Impulsgeber? Also ich würde eine freiwillige Amtszeitbeschränkung begrüssen. Wenn ich den Zwischenstand meiner Umfrage anschaue, ist eine klare Mehrheit von Ihnen gleicher Meinung. Alternativ, und das mache ich immer wieder bei den Erneuerungswahlen des Verwaltungsrats, stimme ich gegen diese Sesselkleber.

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