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Der Praktikus vom 14. Juli 2021

Die Themen: Was die Aktienmärkte wirklich bremst, warum Dufry & Co. leiden, aber Lindt & Sprüngli und Roche nicht, Swisscom sucht das Timing für die Auffrischung, und was mit Bellevues Kasse los ist.

«Wenn die Regierung gross genug ist, dir alles zu geben, was du willst, dann ist sie auch gross genug, dir alles wegzunehmen, was du hast.»
Gerald R. Ford
38. Präsident der USA (1913–2006)

Liebe Investorin, lieber Investor

Noch ist die Coronapandemie nicht ausgestanden, auch wenn sich dank der Impffortschritte in Europa das Leben etwas normalisiert. Die Frage für die Finanzmärkte ist, ob eine durch die Deltamutation hervorgerufene nächste Infektionswelle den Aufschwung niederwalzt. Noch bin ich zuversichtlich, weil nach bisherigen Erkenntnissen neue scharfe Eindämmungsmassnahmen nicht nötig sind.

Mehr Sorgen machen mir die Pandemie in den Schwellenländern und die offensichtliche Abkühlung der chinesischen Konjunktur. Deshalb achte ich im aktuellen Umfeld beim Anlegen lieber etwas stärker auf Qualität und bin bei von Asien abhängigen zyklischen Aktien vorsichtig.

Robuste Lindt & Sprüngli

Wie unsicher der Markt ist, zeigt sich auch auf dem Schweizer Kurszettel. Hier haben in den letzten vier Wochen Titel wie Flughafen Zürich, Dufry und besonders LM Group prozentual zweistellig an Wert verloren, während der SPI seitwärts tendiert hat. Damals habe ich geschrieben, dass ich die Finger von Dufry lasse. Das gilt weiterhin. Weiter habe ich geschrieben, meine Skepsis gegenüber den hohen Erwartungen an Flughafen Zürich schwinde langsam. Nun würde ich sagen, sie schwindet etwas langsamer als gedacht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?