Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 14. Mai 2022

Die Themen: wo sich schon ein einziger Arbeitstag lohnt, wo Siemens ABB abhängt, wer Clariant plötzlich lieb hat, was Feintool nun zeigen muss und die Leiden des Uber-Kassenwarts.

«Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es seine Soldaten nach einem verlorenen Krieg behandelt.»
Leopold von Ranke
deutscher Historiker (1795–1886)

Liebe Investorin, lieber Investor

Haben Sie mal einen Job angetreten und nach einem Tag hingeschmissen, sei es nun aus eigenen Stücken oder erzwungenermassen? Vielleicht weil herauskam, dass im vorherigen Job nicht alles so rund gelaufen war wie gedacht? Wenn Sie jetzt denken, «glücklicherweise nein, und hoffentlich passiert mir das auch in Zukunft nicht»: Ich kann Sie beruhigen, so schlimm muss das nicht sein.

Womöglich ergeht es Ihnen wie Jorge Gomez. Der hat diese Woche genau einen Tag als Finanzchef von Moderna amtiert. Interne Untersuchungen bei seinem früheren Arbeitgeber, dem Dentalspezialisten Dentsply Sirona, werfen Fragen zur Finanzberichterstattung auf. Dumm gelaufen für Gomez. Aber gemach, gemach, nur keine Panik. Gomez muss zwar auf Antrittsprämie und Bonus verzichten, darf aber selbstverständlich sein Jahresgehalt von 0,7 Mio. $ einstreichen; für einen Tag bei Moderna.

Siemens zeigt sich konsequent

Siemens hat den endgültigen Ausstieg aus Russland und Weissrussland angekündigt. Die finanziellen Folgen machen knapp 600 Mio. € aus und belasten den Gewinn, hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen und Wertminderungen. Potenziell kommen wegen der Abwicklung des Geschäfts mit knapp 3000 Mitarbeitern noch weitere gewinnmindernde Sondereffekte in bis zu dreistelliger Millionenhöhe hinzu.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare