Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 14. November 2018

Die Themen: Kommt Leonteq wegen Raiffeisen unter Druck?, das Fiasko Ceva, noch mehr Scherzartikel an der SIX, Comet ohne Kompass, und warum niemand GAM will.

«Wenn du in der Politik erfolgreich sein willst, musst du dein Gewissen gut unter Kontrolle halten.»
David lloyd George
brit. Politiker und Premier (1863-1945)

Lieber Investor

So schnell hat wohl noch keine grosse Schweizer Bank ihre Führung ausgetauscht. Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist mit Guy Lachappelle an der Spitze seit der Delegiertenversammlung von vergangenem Samstag ein komplett anderer als zuvor. CEO Patrik Gisel ist weg, bis Ende Jahr soll ein neuer Chef gefunden sein, und dann werden wohl auch noch die anderen Geschäftsleitungsmitglieder der Ära Vincenz ihren Hut nehmen müssen.

Lachappelle sagt, die Entflechtungsstrategie solle fortgesetzt werden, die zig Beteiligungen aus der Ära Vincenz sollen wie schon unter Gisel weiter verkauft werden. Vielleicht wird der Prozess sogar beschleunigt. Konkret denke ich an die 29%-Beteiligung Raiffeisens an Leonteq. Schon lange will die Bank ihre Beteiligung am Derivatspezialisten auf 20% reduzieren. Die neue Führung könnte jetzt aber genauso gut zum Schluss kommen, dass sie das gesamte Paket eigentlich gar nicht mehr will. Ich halte mich mit einem Engagement in den Titeln zurück. Schliesslich gibt es, stimmt meine Überlegung, einen Angebotsüberhang, was auf den Kurs drückt.

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Leser-Kommentare

Peter W. Ulli 14.11.2018 - 07:15

Aber vor einem Jahr hat dieser unfähige oder masslos überfordert VR den Vorschlag einer Erneuerung vom Hedgefond um Hr. Bohli als unbrauchbar und wertvernichtend abgetan. GAM = Ein Trauerspiel ohne Ende.