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Der Praktikus vom 14. November 2020

Die Themen: die Konzernverantwortungs-Initiative, mit FuW nachhaltig anlegen, Flughafen-Aktien zu forsch, Haefner regiert S+B allein, alles geordnet bei EFG, und Zocken, nein danke, Olga!

«Wenn wir die Freiheit ­verlieren, verlieren wir auf die Dauer alles. Ohne sie ist alles nichts.»
Mario Vargas Llosa,
peruan.-span. Schriftsteller (geb. 1936)

Lieber Investor, 

In den Schweizer Konzernen und der Politik sind sie nun anscheinend endlich erwacht. Wie mir zu Ohren gekommen ist, hat sich Nestlé-Präsident Paul Bulcke mit Stimmungsmache gegen die Konzernverantwortungsinitiative halb ­drohend, halb flehend an die Redaktion einer der grössten Schweizer Tages­zeitungen gewandt. Die Absicht scheint mir klar: Journalistinnen und Journalisten von der Gefahr der Vorlage für die hiesigen Konzerne überzeugen. Kommende Woche ist dann gleichenorts ­Gerüchten zufolge Bundesrätin Karin Keller-Sutter an der Reihe.

Dass solche Auftritte überhaupt nötig sind, hat damit zu tun, dass sich die Herren und Damen bis anhin vornehm zurückgehalten hatten. Selbst das Initiativkomitee hatte wohl eine härtere Gangart erwartet. Nach Monaten der PR-Arbeit der Befürworter sind die Meinungen ­vielerorts wohl gemacht, und die stabil guten Umfragewerte zeigen: Die Vorlage ist keineswegs chancenlos. Im Gegenteil. Bei der Konzernverantwortung halte ich es wie bei vielem: Gutes Gebaren setzt sich durch – und spiegelt sich früher oder später auch im Aktienkurs. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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