Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 14. September 2019

Die Themen: neuer Stratege für CS, laute Investoren bei Sunrise, Alder mit dem Rücken zur Wand, ein unmoralisches Angebot, und Rössler ist aufgewacht.

«Eine Bank ist eine Institution, die jemandem Geld leiht, der nachweisen kann, dass er eigentlich keines braucht.»
Bob Hope
amerikan. Entertainer (1903–2003)

Lieber Investor

Die Europäische Zentralbank flutet die Märkte erneut, Mario Draghis Anleihenkaufprogramm ohne Ablaufdatum hat überrascht, enttäuscht, verwundert. Manch ein Beobachter rieb sich am Donnerstag die Augen, und die Kurse vollführten Kapriolen. Per saldo änderte sich indes wenig, am Abend notierten die Aktien leicht höher, die Marktzinsen ebenfalls und damit die Anleihenkurse ein wenig tiefer. Der Franken-Euro-Kurs holte seinen Taucher vom Nachmittag auf. Die Botschaft der Märkte scheint zu sein, dass die Zinsen noch jahrelang niedrig bleiben, aber kaum mehr weiter fallen.

Also mehr vom Gleichen für uns Anleger. Deshalb seien Aktien alternativlos, heisst es allenthalben, und das passt mir nicht, schliesslich gibt es immer eine Alternative. Staatsanleihen bieten sich aber nicht an, sie liefern weder Coupon noch einen steigenden Kurs, denn dieser stagniert erfahrungsgemäss nach dem Start eines Kaufprogramms des Fed oder der EZB. Zum Programm gehören auch Unternehmensanleihen, doch ihre Rendite ist ebenfalls klein und bei Frankenobligationen meist unter null.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Elisabeth Zingg 14.09.2019 - 10:15
Thema Kursentwicklung beider Banken Crédit Suisse und UBS. Wenn man den beiden CEO ihren exorbitanten Lohn entgegenhaltet, rechtfertigen sie, dass dieser im internationalen Vergleich gerechtfertigt ist. So stimmt das auch nicht: Seit der letzte Finanzkrise 2008 haben die US Banken aufgeholt und deren Aktienwert notiert wieder wie damals. Hingegen sind unsere beiden Grossbanken der Schweiz zurückgeblieben. Im Gegenteil, sogar noch… Weiterlesen »