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Der Praktikus vom 15. August 2020

Die Themen: das Aryzta-Ende mit Schrecken, die tiefrote S+B, Free Swissport, die hartnäckigen Börsenzombies und die Frage, ob es besser ist, nichts zu produzieren.

«Wenn niemand weiss, was geschehen soll, sagen alle: Es muss was g’schehn!»
Helmut Qualtinger
österr. Schauspieler (1928–1986)

Lieber Investor, 

Ich bin beileibe kein «Gold Bug», ein radikaler Anhänger des Edelmetalls. Wie bei jeder Anlageklasse gibt es auch bei Gold keine Garantie für einen steigenden Wert, selbst bei längeren Perioden: Zum Beispiel war es kein sicherer Hafen in den Neunzigerjahren, der Preis ging fast um ein Drittel zurück. Aber: Jetzt spricht vieles für Gold. Auch eine Korrektur wie diese Woche, als der Unzenpreis in wenigen Tagen um 200 $ respektive 10% absackte, ist für mich kein Gegenargument.

Der Rückgang war für mich eine normale Reaktion auf eine Übertreibung am Goldmarkt. Es ging zu schnell nach oben. Das sagt nichts über die mittelfristige Perspektive aus – die ist für mich weiterhin intakt. Wichtigstes Argument bleibt: Für die nächsten Jahre ist keine Zinserhöhung am Horizont. Solange die Anleihen nur mickrige Rendite abwerfen, ist eine Investition in Gold attraktiv. Gleichzeitig werden die Aktienmärkte von immer ­höheren Kurse für wenige Tech-Riesen getrieben. Wenn es dort zum Crash kommt, ist man froh über Anlagen im Portfolio, die nicht an der Börse hängen. Gold um die 2000 $ je Unze ist da gar kein schlechter Deal.

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Leser-Kommentare

Erich Meier 15.08.2020 - 11:52
Der Goldpreis hängt hauptsächlich von zwei Sachen ab. 1. Die Zinsen bleiben voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau (gemäss FED bis 23 !) und 2. der USD wird weiter schwächer vs EURO/CHF. An den weiteren Aufstieg des Unzengoldpreises glaube ich auch. Was hingegen auffällt: Sollten die Aktienmärkte (speziell USA) einen Rückschlag erleiden – der Goldpreis reagiert ebenfalls in die selbe Richtung.… Weiterlesen »