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Der Praktikus vom 15. Februar 2020

Die Themen: Was abseits des Credit-Suisse-Trubels noch so passiert, warum Temenos neu einzuschätzen ist und Schindler auf die Barrikaden geht und was beim Bitcoin das Halving auslöst.

«Auch Erfolg wird bestraft. Die Strafe liegt darin, dass man mit Leuten zusammenkommt, die man früher meiden durfte.»
John Updike
amerikan. Schriftsteller (1932-2009)

Lieber Investor,

Im Trubel der Thiam-Abschiedsshow am Donnerstag und der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2019 ging eine Meldung fast unter: Alexander Gut zieht sich aus dem Verwaltungsrat von Credit Suisse zurück. Es stellt sich an der Generalversammlung am 30. April nicht mehr zur Wahl. Der Nachname dürfte jedem auf dem Finanzplatz ein Begriff sein, alte CS-Kempen bekommen regelrecht feuchte Augen, fällt der Name Rainer E. Gut. Er ist nicht nur Vater von Alexander, sondern Vater der modernen Credit Suisse.

Rainer E. Gut war es, der die Bank in den Achtziger- und Neunzigerjahren als CEO und Präsident am meisten veränderte. Bis heute ist er Ehrenpräsident der Bank und soll am Paradeplatz immer noch ein Büro besitzen. Ihm sollen die ganzen Turbulenzen der vergangenen Monate gar nicht gefallen haben. Schon wurde spekuliert, der Filius könnte, unterstützt vom Senior, Urs Rohner als Präsident nachfolgen und aufräumen. Jetzt zieht sich der Sohn zurück und konzentriert sich auf sein Beratungsunternehmen Gut Corporate Finance. Damit endet eine 48-jährige Ära der aktiven Rolle der Guts bei Credit Suisse – zumindest bis auf weiteres.

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