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Der Praktikus vom 15. Mai 2019

Die Themen: das seltsame Timing der Bitcoin-Rally, launische AMS-Aktien, die Krux mit Biotech, die Kehrseite der Börsentransparenz, und die Gespräche zwischen UBS und Deutscher Bank stocken.

«Bereit sein ist viel, warten können ist mehr, doch erst den rechten Augenblick nützen ist alles»
Arthur Schnitzler
österr. Schriftsteller (1862-1931)

Lieber Investor

Die Rally des Bitcoins hat ein seltsames Timing. Während die Investoren weltweit gerade auf «Risk off» schalten – also riskante Anlagen wie Aktien meiden –, schiesst die Digitalwährung durch die Decke. Der Preis notierte in den vergangenen Tagen zeitweise über 8000 $. Das ist der höchste Stand seit letztem Juli. ­Allein seit Anfang Jahr hat er sich mehr als verdoppelt. Positive Meldungen, die den Kurs hätten antreiben können, gibt es weiterhin nicht.

Krypto als sicherer Hafen?

Man könnte meinen, dass Bitcoin, ähnlich wie Gold, schon die Funktion eines sicheren Hafens in Zeiten volatiler ­Börsen übernommen hat. Daran glaube ich nicht. Für mich gibt es nichts, was an der extrem schwankenden Digital­währung sicherer wäre als etwa an einer Aktie. Bitcoin klettert wohl eher wegen der klassischen Mechanik einer Blase – nicht zum ersten Mal: Der Preis hat ­Momentum, das zieht neue Anleger an, der Preis steigt weiter etc., ad absurdum.

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