Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 15. September 2018

Die Themen: Lehman und der Praktikus, eine Frechheit von Dormakaba, das AMS-Management verkauft, Finger weg von GAM, bei EFG stimmt etwas nicht, und die Schweizer in Stuttgart.

«Das Schlimmste ist überstanden.»
Richard «Dick» Fuld
Damals Chef der US-Investmentbank Lehman Brothers, im Juni 2008.

Lieber Investor

Zehn Jahre, das klingt nach viel. Tatsächlich kommt mir die Finanzkrise mit dem Höhepunkt des Lehman-Untergangs vor, als wäre sie gestern gewesen. Es fühlte sich an, als hätte jemand den Teppich weggezogen, auf dem wir alle standen. Immer und jederzeit war mein Blick damals auf die US-Indizes gerichtet, dazumal noch im TV. Denn vor zehn Jahren hatte ich noch kein Smartphone, das war gerade erst erfunden worden.

Eine Anekdote muss ich Ihnen aber unbedingt erzählen, sie betrifft den Verwaltungsratspräsidenten einer der zwei Grossbanken und zwei FuW-Redaktoren. Sie hatten für jenen Montagnachmittag, den 15. September, als Lehman Konkurs anmeldete, ein Treffen mit dem VR-Präsidenten vereinbart. Natürlich haben sie auf die Absage gewartet, aber sie kam nicht. Und so sassen zwei FuW-Journalisten an dem Tag, an dem Lehman unterging, in einem Sitzungszimmer mit dem VRP.  Was dann kam, war unerwartet. Meine Kollegen hatten Hunderte von Fragen. Doch das Gegenüber nahm erst mal ein Mäppchen hervor und begann sich über kritische Zeilen aus dem «Praktikus» zu beschweren. So wichtig meine Zeilen auch sind. Mir wäre es an diesem Tag um das Überleben der Bank gegangen, nicht um den «Praktikus». Aber lesen Sie im zweiten Bund, was sich zehn Jahre nach Lehman geändert hat.

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