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Der Praktikus vom 16. Dezember 2017

Die Themen: kein baldiges Ende der Niedrigzinsphase, das Korrekturpotenzial im Aktienmarkt, Spekulationen zur Ermotti-Nachfolge, eine Ausnahme für Swatch und die Auszeit für Kudelski.

«Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.»
Heinrich Heine
dt. Dichter und Schriftsteller (1797–1856)

Lieber Investor

Irgendwie haben doch alle das Gefühl oder zumindest die Hoffnung, die Niedrigzinsphase habe bald ein Ende. Doch weit gefehlt. Die Schweizerische Nationalbank SNB macht absolut keine Anstalten, den Leitzins von –0,75% gegen null oder darüber zu heben.

Ich finde es interessant, wie SNB-Beobachter jetzt, da die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) allmählich ihre äusserst expansive Geldpolitik zurückfahren, über den ersten SNB-Zinsschritt spekulieren. Etwa die UBS-Analysten. Sie erwarten ihn für Ende 2018. Gleich klingt es bei Pictet. Beide Häuser glauben, dass sich dank der weniger expansiven EZB eine Chance für die SNB auftut. Vor allem aber muss die SNB die Inflation im Auge behalten. Sie selbst glaubt, dass 2021 die Preise 2,1% steigen werden, somit stärker, als die EZB für die Eurozone annimmt, wie Bloomberg feststellt. Eine höhere Inflationsrate in der Schweiz als im Euroland? Das hätte Seltenheitswert.

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