Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 16. Januar 2019

Die Themen: meine schizophrene Beziehung zu Partners Group, U-Blox braucht Ruhe, Gegenwind für Geberit und Bärs verwirrende Kommunikationsstrategie.

«Es gibt Leute, die nicht wissen, was sie sagen – wenn sie Glück haben, nennt man sie Propheten.»
Alexander Roda Roda
österr. Schriftsteller (1872–1945)

Lieber Investor

Als Investor muss man ja manchmal schizophren sein. Zum Beispiel finden wir es als Staatsbürger wahrscheinlich nicht so toll, wenn ein Schweizer Unternehmen Hunderte von Stellen abbaut. Als Investoren hingegen sind wir durchaus nicht abgeneigt, wenn ein Konzern seine Kosten reduziert.

Im Fall Partners Group bin ich auch etwas schizophren. Denn Private Equity, die Spezialität des Zuger Asset-Managers, ist für mich nichts anderes, als wenn man kotierte Aktien nimmt und die Bewertung nur einmal im Quartal vornimmt statt jeden Tag. Das zweitgrösste Feld, Private Debt, ist nichts anderes als Kredite an meist hoch verschuldete Firmen. Und die Gebühren erst, unglaublich. Ich habe ja kürzlich ein Vehikel von Partners Group beschrieben, das bei der Anlagestiftung der Credit Suisse zum Einsatz kommt. 5% werden da verlangt, und es ist dann nicht einmal besser als der Weltaktienindex.

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