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Der Praktikus

Die Themen: Alles wird überall knapper, Siemens Wind im Sturm, Klimapolitik aus dem FFFF, die Fortschritte von Landis+Gyr, und Baloise ködert.

«Noch bei der höchst­vollendeten Reproduktion fällt eines aus: das Hier und Jetzt des Kunstwerks – sein einmaliges Dasein an dem Orte, an dem es sich befindet.»
Walter Benjamin
dt. Philosoph und Kulturkritiker (1892–1940)

Liebe Investorin, lieber Investor

Ich muss zugeben, allzu viel habe ich mich bis anhin nicht mit Kanalgrundrohren beschäftigt. Aber dieses Material gesellt sich zu all den Produkten, die sich seit Wochen und Monaten immer mehr verknappen und wohl auch bis auf weiteres Probleme am Bau bereiten. Schnittholz, synthetisches Dämmmaterial, Stahl etc. etc., plötzlich mangelt es an allen.

In Deutschland – und in der Schweiz wird es nicht anders sein – berichten gemäss Ifo-Institut immer mehr Bauunternehmen von kräftig steigenden Einkaufspreisen und sich verschärfenden Lieferengpässen seit April. Entspannung ist nicht in Sicht. Und aus ganz anderer Ecke ist Ähnliches zu hören: Die US-Notenbank schreibt in ihrem Konjunkturbericht Beige Book, viele Stimmen aus der Wirtschaft seien mit Blick auf ein Nachlassen der Engpässe skeptisch.

Bisher wenige Knappheitseffekte

Besonders schmerzhafte Folgen sind in den jüngsten Zwischenberichten aber nicht zu finden. So verzeichnet etwa Rieter zwar einen Flaschenhals im Bereich der Zulieferung von Material und der Frachtkapazitäten, doch immerhin seien höhere Kosten auf die Preise überwälzbar gewesen. Auch Barry Callebaut berichtet von gewissen Effekten, allerdings werden Verkaufsvolumen und Ergebnisse nicht beeinträchtigt. VAT gar profitiert allem Anschein nach sogar von Knappheit, da ihre Kunden wie wild in neue Anlagen investieren müssen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?