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Der Praktikus vom 17. März 2018

Die Themen: ein aufgehübschter Jahresgewinn, ein Nein zu Gategroup, Kielholz will bleiben, Givaudan sinken, Lastminute ist Geschichte, und was Salt bringt.

«Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig.»
Stephen Hawking
Physiker und Kosmologe (1942–2018)

Lieber Investor

Buchhaltung ist keine exakte Wissenschaft. Und ich erinnere mich gut an den Finanzbuchhaltungsdozenten, der immer wieder sagte: «Der Gewinn ist eine Meinung.» Es gibt viele Möglichkeiten, den Jahresgewinn aufzuhübschen. Sehr effektiv, zumindest kurzfristig, ist die Aktivierung von Aufwand.

Diese Woche habe ich bei U-Blox gesehen, dass sie einen Teil des Forschungs- und Entwicklungsaufwands (F&E) aktiviert hat. Der Chipdesigner macht das schon länger so, nicht erst im Geschäftsjahr 2017. Das hat mich ins Grübeln gebracht. Ist es sinnvoll, F&E zu aktivieren? Wieso nicht, wenn man gegen den künftigen Ertrag eines neuen Produkts den aktivierten Aufwand abschreiben kann. Tatsächlich stützen die IAS-Regeln diese Auslegung. Die Regelsetzer machen aber eine klare Unterscheidung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten. Erstere darf man nicht aktivieren, Letztere schon. Es braucht einen Nachweis, dass die aktivierte Entwicklung auch einmal einen Nutzen erbringt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Heinrich Tünte 16.03.2018 - 20:19

Diese Berichte sind immer sachlich und informativ . Danke
Heinrich Tünte