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Der Praktikus vom 17. November 2021

Die Themen: was es an Roche zu mäkeln gibt und was an Solarzulieferern, warum Shell in den Niederlanden abdankt, COP26 kümmert RWE wenig, was Sulzer in acht Jahren gewonnen hat und das Strategiebrimborium.

«Die Wissenschaft hat bisweilen eine Neigung, bei strenger Leugnung der Existenz Gottes dessen Stelle einzunehmen.»
Peter Strasser
österr. Philosoph (geb. 1950)

Liebe Investorin, lieber Investor 

Der Kursaufschlag der Roche-Inhaberaktien zu den Genussscheinen werde vermutlich bald abnehmen, war in der Samstagausgabe der FuW zu lesen. Und schon hat der Ecart abgenommen, von 36 auf 29 Fr. Die Reaktion mag Zufall und noch nicht beständig sein, aber die andere Richtung würde mich schon sehr wundern. Ich behalte die Entwicklung jedenfalls im Auge und ziehe den Inhabern weiterhin die GS vor.

Zumal ja ein Stimmrecht bald noch weniger wert sein wird als schon bisher. Mit dem Rückkauf eigener Inhaber und anschliessender Vernichtung der Titel bekommt der Familienpool einfach so eine Zweidrittelmehrheit, ohne auch nur einen Rappen in die Hand zu nehmen. Das stört auch die Stimmrechtsberaterin Ethos, die zudem kritisiert, dass gleichzeitig Roche auch noch mit Schulden beladen werde.

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Leser-Kommentare

Peter W. Ulli 16.11.2021 - 17:59

Ich kann nicht verstehen warum Novartis die RO Titel zu einem substanziellen Discount an Roche verkauft hat. Viel eleganter wäre doch gewesen , die Titel unter den Novartisaktionären als Sachdividende auszuschütten. Dann hätte sich der wirkliche Wert gezeigt, und für Roche und Novartisaktionäre einen Mehrwert geschaffen. Nach meiner Meinung hat der VR von Novartis hier versagt.

Peter Gruner 17.11.2021 - 06:22

Als Sachdividende ausgeschüttet, wären Novartis NICHT CHF 20 Mrd. Liquidität zugeflossen…