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Der Praktikus vom 18. Dezember 2021

Die Themen: Novartis bewahrt sich vor Dümmerem, Jetsetten mit Credit Suisse, Busse für GAM, die hungrige LUKB und was Reddit an der Börse will.

«Guten Geschmack haben heisst, vor allem zu wissen, was wir zurückweisen müssen.»
Nicolás Gómez Dávila
kolumbian. Philosoph (1913–1994)

Liebe Investorin, lieber Investor

Noch kurz vor dem Jahresende betreibt Novartis Window Dressing der besonderen Art: Der Pharmakonzern hat ein Aktienrückkaufprogramm über 15 Mrd. $ angekündigt. Ein Grossteil des Erlöses von 20,7 Mrd. $ aus dem Verkauf des Pakets an Roche-Inhaberaktien wird also in den Kauf eigener Titel investiert.

Böse Zungen sagen, das sei gut so, Novartis stelle immerhin nichts Dümmeres an. Viele Beobachter kritisieren mittlerweile die oftmals teuren Zukäufe unter CEO Vas Narasimhan ab 2018. Auf jeden Fall führt der Aktienrückkauf mit anschliessender Vernichtung der Valoren zu einer bedeutenden Gewinnverdichtung. Noch zum Monatswechsel hatten die Aktien unter 74 Fr. ein neues Jahrestief markiert, nun sind 80 Fr. wieder in Reichweite.

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Leser-Kommentare

Peter Wigant Wigant 18.12.2021 - 12:15

Lieber Praktikus,
Ihre Artikel finde ich äusserst lesenswert. Danke. Im Artikel Firmenjets ist mir folgender Satz aufgefallen: “Etwas Bescheidenheit täte Credit Suisse gut”. Bescheidenheit und CS schliessen sich gegenseitig aus. Der Ausdruck Grössenwahn liegt mir auf der Zunge.
PW

Claude Brès 23.12.2021 - 16:22

Die Obrigkeit der Credit Suisse sollten liefern vor bedienen konjugieren lernen. Kunden und Aktionäre leiden seit Jahren unter der Misswirtschaft der Führungsriegen.
Erst wenn der Kurs der Aktie wieder 20 Franken übersteigt, wären Boni zugelassen.
Negative Schlagzeilen durch amateurhafte Bewirtschaftung muss bestraft und nicht belohnt werden.