Unternehmen / Praktikus 18:20 - 17.03.2017

Der Praktikus vom 18. März 2017

«Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.»
André Gide
Französischer Literaturnobelpreisträger (1869–1951)
Die Themen: Ebner stockt bei Galenica auf, verzerrter Konsens bei Bossard, das BSI-EFG-Trauerspiel, die Weko auf Besuch bei Bucher und Bloomberg entgeht nichts.
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zum Stichwort
Abschlag
Differenz in Prozenten, um die der Emissionspreis oder der Börsenkurs eines Wertpapiers den Nominalwert oder den inneren Wert unterschreitet. Gegenteil: Aufgeld .
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Beteiligung
Langfristige, kapitalmässige Interessennahme an anderen Unternehmen, bei der die wirtschaftliche Einflussnahme oder ähnliche Zielsetzungen im Vordergrund stehen. Die Beteiligungen werden höchstens zum Einstandspreis bewertet.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Börsenwert
Marktwert (Verkehrswert ) eines Unternehmens. Dazu wird der Börsenkurs mit der Anzahl aller Aktien multipliziert. Für die Aktienindizes ist der Streubesitz relevant.
CEO
Angelsächsische Kürzel für Unternehmenschef (Chief Executive Officer), Leiter der Finanzabteilung (Chief Financial Officer), Leiter Anlagestrategie (Chief Investment Officer) sowie Leiter operatives Geschäft (Chief Operating Officer), die gemeinsam die Geschäftsleitung bilden.
Cashflow
Ordentlich erwirtschafteter Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit eines Unternehmens. Ausserordentliche Aufwendungen und Erträge sollten aus der Berechnung des Cashflows ausgeklammert werden, ebenso extreme Veränderungen bei der Bildung oder der Auflösung stiller Reserven .
Investmentgesellschaft
Kotierte Aktiengesellschaft , deren Haupttätigkeit darin besteht, Beteiligungen an anderen Unternehmen zu erwerben. Investmentgesellschaften können auch in Hedge Funds investieren und sind somit kotierte Funds of Hedge Funds .
Kundengelder
Setzen sich zusammen aus den Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform, den übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden (Kontokorrentkonten, Festgelder ) und den Kassenobligationen .
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Nettoverschuldung
Entspricht der Differenz verzinslicher Finanzverbindlichkeiten zu flüssigen Mitteln und Wertschriften des Umlaufvermögens . Ist die Differenz negativ, spricht man von Netto-Cash-Position oder Nettoliquidität.
Research
Systematische Wertpapierbeurteilung als Grundlage für die Anlagepolitik. Sie gliedert sich in die Fundamentalanalyse und die technische Analyse .
Staatsfonds
Renditeorientierte Bewirtschaftung eines Teils der Währungsreserven von Zentralbanken , meist übertragen an speziell zu diesem Zweck gegründete Staatsfonds, die wiederum häufig Vermögensverwaltungsaufträge an Finanzgesellschaften vergeben.
Unternehmenswert
Wird berechnet, indem zum Börsenwert die Nettoverschuldung addiert bzw. die Netto-Cash-Position davon subtrahiert wird, und ist vor allem bei Unternehmensübernahmen von Bedeutung.

Lieber Investor

Wieder macht der Investor Martin Ebner Schlagzeilen. Erst vor Wochenfrist hat er seine Beteiligung an Mobilezone verkauft, nun hat er seine Beteiligung an Galenica via Investmentgesellschaft Patinex und BZ Bank aufgestockt. Vielleicht hat Ebner einfach den Gewinn aus Mobilezone reinvestiert. Oder aber sein feines Gespür sagt ihm, dass sich der Investmentcase für Galenica bzw. die spätere Vifor Pharma jetzt erst recht lohnt.

Denn am Freitag musste der Pharmakonzern AstraZeneca einen Rückschlag melden. Er erhält von der US-Aufsicht erneut keine Zulassung für das teuer eingekaufte Mittel ZS-9 gegen Hyperkalämie. Es handelt sich dabei um ein Konkurrenzpräparat des von Galenica gekauften Medikaments Veltassa. ZS-9 wird nun frühestens in sechs bis zwölf Monaten eine Zulassung erhalten und kaum vor 2018 auf den Markt kommen. Veltassa hingegen ist bereits erhältlich und kann sich damit einen Vorteil erarbeiten. Glück ist das auch für Actelion: Das Basler Biotech-Unternehmen liess sich 2015 von AstraZeneca im Kampf um ZS-9 überbieten.

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