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Der Praktikus vom 18. Mai 2022

Die Themen: was einen China-Boom abwürgt, was Clariant nun bevorsteht, wie sich der Blick auf CS wandelt und warum Goldman Sachs die Altkleidersammlung entdeckt.

«Das schönste aller Geheimnisse ist, ein Genie zu sein – und es als Einziger zu wissen.»
Winston Churchill
britischer Ex-Premierminister (1874–1965)

Liebe Investorin, lieber Investor

Nach strengen Lockdowns kehrt die Metropole Schanghai langsam zur Normalität zurück. Viele Fabriken dürfen nach Wochen des Stillstands wieder produzieren. Der wirtschaftliche Schaden ist grösser als gedacht. Kommt jetzt die grosse Aufholbewegung? Ich schätze, das wird nur mit angezogener Handbremse vor sich gehen, wenn ich den Artikel meines Kollegen Alexander Trentin lese.

Denn nun wurde das öffentliche Leben in Peking in grossen Teilen auf Eis gelegt, insgesamt sind noch über 200 Mio. Chinesen von mehr oder weniger strengen Massnahmen betroffen. Und das Vertrauen der Unternehmen und der Konsumenten in den Wirtschaftsausblick ist empfindlich gestört. Dazu kommt, dass die Regierung weiter auf ihrer Null-Covid-Politik besteht.

Es klemmt, harzt und knarzt

China als Absatzmarkt und Fertigungsstandort bleibt für westliche Unternehmen also ein Risiko. Aber wie sieht es mit der anderen Belastung aus – den globalen Lieferketten? Auch hier sehe ich ein Problem: Wenn die Produktion tatsächlich schnell wieder anläuft, werden die rückgestauten Lieferungen in den Westen nun alle auf einmal verschifft.

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