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Der Praktikus vom 19. April 2017

Die Themen: eine heisse CS-GV, keine Angst vor Frexit, Feintool gefällt und ein Silberstreifen am Von-Roll-Horizont.

«Noch drei Jahre, und ich bin Herr des Universums.»
Napoleon Bonaparte
Kaiser der Franzosen (1769–1821); Zitat von 1811, zum bayrischen General Wrede

Lieber Investor

Ganz der Jurist, ganz der Schweizer: Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident von Credit Suisse, hat auf die Kritik von Aktionären reagiert. Aufgrund eines «freiwilligen» Verzichts der Geschäftsleitung auf langfristige Boni und des Entschlusses des Verwaltungsrats, die Honorare nicht anzuheben, hat der CS-VR über Ostern die Vergütungstraktanden für die Generalversammlung am 28. April angepasst. Mit diesem Schritt erhoffte sich Rohner, die Abstimmung über die Vergütung der Führungsgremien zu gewinnen.

Dumm gelaufen: Die Taktik ist nicht aufgegangen. Der einflussreiche US-Stimmrechtsberater ISS lehnt auch die neuen Vergütungstraktanden ab. Der Schweizer Aktionärsberater Ethos will den Vergütungsbericht ebenfalls weiter ablehnen und Rohner und seinen Vize abwählen. Kurz: Das wird eine heisse GV von Credit Suisse, ich freue mich drauf.

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