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Der Praktikus vom 19. August 2020

Die Themen: die Signale Buffetts, der nahende Aryzta-High-Noon, die Dividendenspiele von Arbonia, der etwas andere Biotech-Wert Idorsia und die Frage, ob Blockchain sein muss.

«In Bibliotheken fühlt man sich wie in der Gegenwart eines grossen Kapitals, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet.»
Johann Wolfgang von Goethe
dt. Schriftsteller (1749–1832)

Lieber Investor, 

Wenn Warren Buffett an seinem Portfolio schraubt, werde ich hellhörig. Berkshire Hathaway, die Investmentgesellschaft des 89-Jährigen – der demnächst einen runden Geburtstag feiert –, hat im zweiten Quartal die Anteile an den US-Grossbanken Wells Fargo und JPMorgan reduziert, das Paket an Goldman Sachs wurde sogar komplett verkauft. Statt auf die Finanzbranche setzt Buffett nun auf Gold: Mit 565 Mio. $ ist er beim Goldminen­betreiber Barrick Gold eingestiegen.

Auf den ersten Blick hat mich die ­Umschichtung erstaunt. Scheint es doch, dass sich Buffett damit von seinem viel zitierten Credo – dann ängstlich sein, wenn andere gierig sind – verabschiedet hat. Mit seiner Reduktion bei Finanztiteln und dem Einstieg bei Barrick Gold angesichts steigender Goldpreise wirkt das «Orakel von Omaha» plötzlich gerade dann ängstlich, wenn die Mehrheit der Anleger es auch ist. Und wie halten Sie es mit Goldminenaktien? Sagen Sie es mir in der aktuellen FuW-Umfrage.

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Leser-Kommentare

Leo Amrhein 18.08.2020 - 19:45

Alexander von Witzleben ist ein Manager der sich nicht so schnell beeinflussen lässt von Leuten mit Dividendenrufen, auch nicht von Praktikus. Zuerst kommt die Firma. Die Rückendeckung von Herr Pieper ist ihm sicher. Alle Achtung, super Firma!