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Der Praktikus vom 19. Dezember 2020

Die Themen: Facebook & Co. in Bedrängnis, UBS mit kleiner Korrektur, bei Zehnder liegt mehr drin, immer mehr Cyberattacken, hinter den Kulissen von Relief und Emmi mit weniger Geissen.

«Wenn alle Tage im Jahr gefeiert würden, wäre Spiel so lästig wie Arbeit.»
William Shakespeare
engl. Dramatiker (1564–1616)

Lieber Investor, 

Die Einschläge kommen näher. Facebook, Google & Co. geraten wegen ihrer starken Stellung in vielen Märkten ­zunehmend in Bedrängnis. Die Euro­päische Kommission hat zwei Gesetzesvorschläge vorgestellt, einen für digitale Dienste, einen für digitale Märkte. Damit soll die Marktmacht der Tech-Konzerne beschnitten werden. Zeitgleich haben zehn US-Bundesstaaten beim US-Bundesgericht in Texas Klage eingereicht gegen Google wegen des Vorwurfs illegaler Praktiken im Werbe-Kerngeschäft. Gegen Facebook läuft ein Verfahren, um den Konzern aufzuspalten.

Investoren interessiert das nicht. Die Titel der Google-Mutter Alphabet und die von Apple haben in den vergangenen drei Monaten 17% gewonnen, die von Amazon und Facebook 8%. Wieso bleibt die Kursreaktion aus? Zum einen dauert es, bis politische Initiativen greifen – wenn überhaupt. Zum anderen muss es aus Anlegersicht nicht unbedingt schlecht sein, wenn die IT-Konzerne ­zerschlagen werden. Im Fall von Facebook etwa wären die Töchter WhatsApp oder Instagram mit Sicherheit inter­essante Börsenkandidaten. Anleger tun derzeit gut daran, die Entwicklungen zu beobachten; Verkäufe sind jetzt nicht angeraten. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?